Giovo

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https://www.foxsports.it/2018/07/21/gianluca-spessot-oggi-sesta-tappa-tour-giro-italia-bressanone-san-leonardo-in-passiria/

Der Job der Zukunft? Der Fahrradmechaniker in Brixen, zumindest in der Sommersaison!

Die Abfahrt aus Tires war zuviel für die Bremsen. Die Beläge an beiden Rädern und der hinteren Scheibe müssen ausgetauscht werden. Der erste Mechaniker: “Für heute Abend? Auf keinen Fall, vielleicht für morgen früh nach 10 Uhr”. Der zweite: “Ich habe viele Fahrräder zu reparieren, komm nächste Woche wieder”. Der dritte: “Ich bin voll, versuche es später”. Verzweifelt gehe ich zu Profi Bike, nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt. “Ich bin allein, mein Sohn ist heute nicht hier, aber ich versuche es. Komm vor 19 Uhr wieder.” Dank Herrn Mauro macht die Tour geht weiter!

Ich war zu Gast beim Hotel Grauer Bär das Paar Hillebrand ist sehr freundlich. Die Freundlichkeit von Frau Waltraud ist ansteckend, besonders wenn wir über Bayern sprechen. An der Wand hängt ein Wimpel, mit dem sich der Verein für die zwanzigjährige Mitgliedschaft bedankt. “Wir sind alle große Fans. Mein Mann und mein Sohn gehen oft ins Stadion. Wissen Sie, der Dienstag ist Ruhetag für die Bar, aber wenn die Bayern am Mittwoch in der Champions League spielen, dann verschieben wir die Wochenschließung und so weiß ganz Brixen, dass in der Allianz Arena gespielt wird!“. 

Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich um 8 Uhr morgens auf dem Sattel, denn heute wird es ein Rennen gegen die Zeit: Am Nachmittag droht eine Regendusche. Ich mache die Rechnung ohne den Wirt, denn der Radweg nach Vipiteno ist leicht bergauf (ich wusste es), aber er ist übersät mit ständigen Höhen und Tiefen, die den Rhythmus und die Puste unterbrechen. Der kontinuierliche und abrupte Wechsel vom Bergauf- in den Bergab-Modus ist nicht einfach. Ich war noch nie in den Flandern, aber jetzt weiß ich, warum diese Anstiege so gefürchtet sind. Ich komme in Sterzing an. Die Fußgängerzone mit dem alten Turm ist wunderschön, und dann möchte ich mich an einen der vielen überfüllten Tische des zentralen Platzes setzen, aber die Wolken am Horizont zwingen mich, weiterzumachen. Der Aufstieg zum Jaufenpass ist 15 km lang. Die Hänge sind ziemlich menschenleer und der ganze erste Abschnitt ist mit Wäldern bedeckt. Beim Aufstieg gibt es Einblicke in die Vegetation und die niedrigen Wolken lassen leider nur Vermutungen über die zu umrahmende Landschaft zu. Irgendwo treffe einen Radfahrer, der eine Pause an einem Brunnen macht. Er ist um die 60 und sagt zu mir: “Legen Sie Ihre Hände unter Wasser, es ist sehr frisch”.

Nach weniger als einer halben Stunde weiss ich alle über ihn. Es ist schön zu hören, dass es andere Menschen auf deiner Wellenlänge gibt: “Als junger Mann spielte ich Fußball und Tennis, aber jetzt bevorzuge ich die Zweiräder. Seit ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, habe ich keine Probleme mit meinen Knien und mein Arzt sagt mir, dass diese Sportart gut für mein Herz-Kreislauf-System ist. Außerdem bin ich immer mitten in der Natur. Ich trainiere gerade für den „Marathon der Dolomiten“, aber ich bin nicht an die Zeit interessiert, ich muss es nur zum Ende fahren. “Die Leidenschaft wird nicht immer vom Vater auf den Sohn übertragen, manchmal geschieht das Gegenteil: “Er hatte ein Knieproblem und kaufte ein Rennrad. Eines Tages sagte er mir, Daddy, komm mit mir. Es war Liebe auf den ersten Blick!”. Am Ende entdecke ich, dass er aus Berlin kommt, aber ich kenne seinen Namen nicht. So ist es auf den Pässen: man trifft sich und verabschiedet sich voneinander! 3 km vom Gipfel entfernt komme ich aus dem Wald und die Landschaft wäre wie eine Postkarte. Die Wolken lassen es nicht zu, die Täler unten zu sehen, und dann wegen dem Wind die bereits steilere gewordenen Hänge werden noch schwieriger. Ein österreichischer Motorradfahrer beschimpft einen Autofahrer, der den Jaufenpass mit einer Rallye-Strecke verwechselt hat. Der Biker ist mei heutiger Photograph und rät mir dann, los zu fahren, bevor es zu schneien beginnt! Ein Wahrsager!! Nach dem Gipfel kommt alles runter: viel Wasser und ein wenig Hagel. Bis zu tausend Meter, dann öffnen sich die Wolken, aber zwei Jacken und regenfeste Shorts reichen nicht aus. Die Abfahrt ist sehr lang. Wegen der Kälte fahre ich langsam. Dr Schild von San Leonardo wirkt wie eine Erscheinung, aber es ist alles wahr, wie die heiße Dusche, die mich wiedergeboren werden lässt. 

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