Mortirolo e Gavia

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https://www.foxsports.it/2018/07/25/gianluca-spessot-oggi-decima-tappa-tour-giro-italia-mortirolo-gavia/

Nach König Stelvio ist jetzt die Königin dran. Die Königin-Etappe in Zahlen: 115 Kilometer, zehn Stunden Radfahren (mit unzähligen Pausen), 3.080 Höhenmeter und die Anstiege zum Mortirol und zum Gavia.

Auch diese war keine ruhige Nacht. Wieder einmal die Nervosität vor einer schwierigen Etappe mit Anstiegen, die ich nicht kenne und die ich zum ersten Mal fahren werde. Eigentlich ist der erste Abschnitt bergab und nach dem Radfahren auf Nebenstraßen kann man vor dem Ort Le Prese den “Sentiero Valtellina” bewundern, der entlang der Adda verläuft. Ich kehre zeitnah zur Provinzstraße zurück, die nicht sehr belebt ist, da der Verkehr auf die neue Hauptstraße umgeleitet wurde. In Sondalo geht der Radweg weiter und wer entspannt sich auf einer Bank beim Frühstück? Das Fahrrad von “Georg 05” ist wirklich unverwechselbar. Er erkennet mich nicht, aber er erinnert sich an das kurze Gespräch auf dem Stilfserjoch und erzählt mir eine seiner Anekdoten. “Einmal habe ich einen Mann aus Sardinien kennengelernt und er wollte mich zu sich nach Hause einladen. Er wohnte in der Nähe von Cagliari und er war sehr perplex, als ich ihm sagte, dass ich gerne seine Einladung annehmen würde, aber dass ich mit dem Rad kommen würde. Er dachte, ich mache Witze. Ich startete in Krefeld, folgte dem Rhein, passierte die Schweiz und in Genua nehme ich die Fähre. Als ich klingelte und er mein Fahrrad sah, konnte er seinen Augen nicht trauen!“. Was für ein Kerl! Ich würde stundenlang mit ihm mich unterhalten, aber der Mortirolo wartet schon auf mich. In Grosio könnte ich den Radweg verlassen, aber ich will den richtigen Mortirolo fahren: also weiter Richtung Mazzo. Eine Dame sieht mich ein wenig verloren. “Sind Sie auf der Suche nach dem traditionellen Anstieg? Der von Pantani? Immer geradeaus und viel Glück!”. Sobald ich den Schild sehe, verstehe ich sofort , was die Frau meinte: 33 Kehren mit einer durchschnittlichen Steigung von 10% und einer maximalen Steigung von 18%. Nicht einmal am Schild vorbei, dass die Straße zu steigen beginnt. Es wird sauschwer sein! Man hat keine Möglichkeit Luft zu holen. Ich fahre so langsam, dass ich einen Taxidienst für Fliegen anbieten kann, die bequem auf meiner Tasche am Lenker Platz nehmen! Diese Hölle ist ein Naturparadies. Ich tauche ein in das Grün eines wunderschönen Waldes und es gibt einige Steinhütten wie der “Piazza de l’Acqua”, wo ich meine Wasserflasche füllen kann. An der Kehre Nummer 15 ist es wieder Zeit für Zucker (Saft und Snacks), während an der Nummer 11 das Denkmal zum Gedenken an Marco Pantani steht. 3 km vor dem Gipfel überquere  ich die Straße, die von Grosio aus hinaufführt, und die Hänge lassen ein bisschen nach. Ein paar Motorradfahrern sind unterwegs (ich habe insgesamt 10 gezählt) und die letzten Kehren sind tödlich. Oben angekommen, gibt es keine Unterkünfte, sondern nur einen Stein als Beweis für das Erreichen des Gipfels. Meine heutige Fotografin ist eine Holländerin, die ihren Augen nicht traut, als sie mein Mountainbike sieht. Aber wenn ich ihr sage, dass ich normalerweise auch einen Rucksack von 10 Kg trage (da es sich um einen Rundgang handelt, blieb der Ballast im Hotel. Ich nahm nur Jacken und Essen mit), fiel fast in Ohnmacht! Eine Pause ist gut für uns beide und sie erzählt mir von ihrer Liebe zu Italien: nicht nur Berge und Anstiege, sondern auch die Küche und die Freundlichkeit der Leute. Dann verrät sie: “Gavia ist mein Favorit. Wenn Sie hinaufsteigen, können Sie diesen wunderschönen „Green Mountain“ bewundern und dann, nach dem Gipfel, ……. werden Sie sehen. Es ist Zeit. Es geht wieder los und sie verschwindet in einem Augenblick mit ihrem Rennrad. Der Abstieg nach Monno belastet die Bremsen und dann muss ich eine kurze Strecke auf der Hauptstraße zurücklegen. In Vezza d’Oglio kann man jedoch einen 12 km langen Radweg entlang des Flusses nehmen. In Temu’ entdecke ich, dass die Sampdoria bis zum 28. Juli im Trainingslager hier zu Gast ist, aber die Begeisterung für die „Blucerchiati“ erreicht sogar Ponte di Legno, wo ich eine kleine Pause mache: wieder Zucker und Eis darf nicht fehlen. Der Aufstieg zum Gavia beginnt nach dem Ortende und der erste Abschnitt ist, im Vergleich zu Mortirolo, sehr einfach. Aber als sich die Straße enger wird und ich die ersten Kehren fahren muss, sieht es anders aus. Der „Green Mountain“ ist wirklich sehr schön und wenn es kleine Baumlücken im Wald gibt, ist die Aussicht wirklich wunderbar. Es sind mehr als 10 km bis zum Gipfel und auf dem Tacho erscheint wieder die 4, wie auf dem Mortirolo! Die Anstrengung ist spürbar und wenn der Wald in Felsen und Weiden übergeht, wird mir klar, dass es nicht mehr viel fehlt. 3 km vom Gipfel entfernt befindet sich die berühmte unbeleuchtete Galerie. Ich habe einige Videos im Internet gesehen: ein Alptraum. Aber ich fahre mit einem Mountainbike und kann auf dem alten Feldweg fahren. Die Wahl wird durch eine wunderbare Aussicht belohnt: denjenigen, die mit dem Rennrad fahren, empfehle ich, dieses Stück zu Fuß zu machen. Ich sehe den kleinen See, was bestätigt, dass der Gipfel fast erreicht ist. Eine letzte Anstrengung in einer Landschaft, wo das Grün den rötlichen Farben der eisenhaltigen Steine Platz gemacht hat. Ich verstehe, was das niederländische Mädchen meinte: Die Landschaft ist traumhaft. 

Es ist spät, ich bin müde und es ist auch ein bisschen kalt. Ich will zurück, aber vor bestimmten Wunder der Natur kann man es nicht eilig haben. Im Wald angekommen, reduziert sich die Aussicht und dann geht es hinunter wie in einem Tauchgang nach Valfurva. Sobald ich das Dorf passiert habe, beginnt eine Provinzstraße, auf der man vorsichtig sein muss. Aber etwa 6 km vor der Ankunft kann man einen Radweg mit unbefestigten Wegen fahren. Als ich schließlich in Bormio ankomme, wird es mir bewusst, was ich getan habe: Mortirolo und Gavia, an einem Tag! Natürlich mit meiner Geschwindigkeit und mit vielen Pausen, aber am Ende bin ich stolz und glücklich……. auch ohne Medaillen um den Hals!

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