San Leonardo – Silandro

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https://www.foxsports.it/2018/07/23/gianluca-spessot-oggi-ottava-tappa-tour-giro-italia-san-leonardo-silandro/

Heute keine Pässe, sondern nur eine Transferetappe. Das reichhaltige Abendessen von gestern Abend hat mir Kräften zurückgegeben, die der Timmelsjoch mir geraubt hatte.  Der Klang des Flusses war ein guter Begleiter meines Schlafes. Einige Gäste des Tirolerhofs beschwerten sich im Internet über den Lärm, aber für mich war das Geräusch wie eine schöne Melodie. Das Frühstück ist sehr gut, der Himmel ist wieder blau und die Sonne erhellt das Passeiertal. Ideale Bedingungen, um auf einem Radweg zu fahren, den man in St. Leonhard direkt nehmen kann. Die ersten Kilometer sind eine Mischung aus unbefestigtem Weg und asphaltierten Abschnitte. Ich fahre immer am Ufer des Passeiers entlang und die Route ist perfekt ausgeschildert. Mehrmals wechselt man die Seiten und nach wenigen Kilometern sehe ich die ersten Apfelplantagen: die ständigen „Begleiter“ der heutigen Etappe. 

Am Anfang jeder Reihe git es Rosenpflanzen. Ein Geschenk für Passanten? Dies sind so genannte “Warnpflanzen”, weil die Rose von Schädlingen leichter angegriffen wird und Mineralstoffmangel aufzeigt. Nach Meran geht fast immer bergab und ich halte einen konstanten Durchschnitt, bis ich an einem alten Mann vorbeikomme, der ruhig und seraphisch tritt. Was tue ich? Warum so schnell? Heute ist ein wunderbarer Tag und ich muss nicht viele Kilometer fahren: ich fahre langsamer und versuche, die Landschaft besser zu genießen. Vor den Toren von Meran bin ich praktisch im Wald und sehe die Schilder für den „Sissi-Pfad”. Die Kaiserin mochte diese Stadt sehr, sie lebte auf Schloss Trauttmansdorf und ging immer gerne in der Umgebung spazieren. Um das Zentrum von Meran zu besuchen, muss ich einen Umweg fahren. Es lohnt sich. Heute ist Sonntag und die Laubengasse ist fast leer, aber man kann  Altstadt wie immer nur bewundern. Auf dem Domplatz singt ein Straßenmusiker “Waht a wonderful world”. Wir vergessen es zu oft und es ist richtig, dass uns jemand daran erinnert, wie schön unsere Welt wirklich ist.  Vielleicht hilft uns das volle Bewusstsein mit unserer Erde besser umzugehen. 

Nach dem Ortsausgang von Meran erreiche ich das Vinschgau. Die Straße beginnt zu steigen und plötzlich erreiche ich 7 steile Kehren. Sie führen nach Algund, der einen atemberaubenden Blick auf das Meraner Becken bietet. Das Foto der berühmten Riesenstühle ist ein Muss sowie einen kleinen Spaziergang unter der Pergola an einem so heißen Tag. Der Radweg führt weiter entlang der Etsch und wird nach Algund flach. Es ist ein Sonntag im Juli, das Wetter ist herrlich: heute ist es besser, die Pässe zu vermeiden. Man hätte das Gefühl, die Hauptstrasse einer Großstadt während der Stoßzeiten zu fahren! Als ich in Kastelbell ankomme, habe ich keine Zeit, das Herrenhaus zu bewundern: es wird steiler und ein starker Gegenwind bremst mich. Verglichen mit dem Wetter von gestern und vorgestern, würde man sagen: “Luxusproblem”. Vor den Toren von Schlanders die Apfelplantagen werden immer größer und nach weniger als 60 Km bin ich am Ziel. Das Dorf ist klein, die Geschäfte sind geschlossen und es ist wenig los. Gottseidank kann ich in einem versteckten Laden ein leckeres Eis finden. Ein Euro pro Kugel: Geschmack, Qualität und…. Preise aus alten Zeiten! 

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